Die Wette

© tommynorden

Die Süße hat momentan Pech mit den Männern, aber dann erlebt sie, dass auch ein unscheinbarer Kerl so seine Qualitäten hat …

Scheiße, aber zurzeit lief mal wieder alles gegen mich. Da hatte ich doch die Klappe zu weit aufgemacht. Und jetzt durfte ich die Runde hier auch noch blechen.

„Siehst Du, Süße! So ist es, wenn man voreilig wettet!“
Und Karin, die dumme Kuh, stimmte Irene natürlich gleich zu.
„Tschüs, Mädels! Den schnapp ich mir! Und wenn nicht, dann machen wir ein Kaffeekränzchen auf meine Kosten!“

Immerhin ihr Nachäffen war gekonnt, da sah selbst ich mich wieder.
„Ach was, halb so schlimm …“, versuchte ich das elende Gekicher zu übertönen, „… konnte ja keiner wissen, dass er Typ auch noch schwul war.“

Worauf das Gekicher immer mehr den Charakter eines Lachorkans annahm. Scheiße! Hätte ich jetzt vielleicht doch nicht so sagen sollen.

„Hört auf! Ich kann nicht mehr!“, beschwerte sich Barbara bei mir und hielt sich ihren heftig wogenden Vorbau. Auch Irene und Claudia wischten sich ein paar Tränen aus den Augen. Und Karin musste natürlich gleich weiter machen.

„Wenn ich mir unsere Süße hier … hihi … so vorstelle, wie sie hinter ihm her dackelt … und … und … er sein rosa Tütü schwingt …“

Worauf aus dem Lachen mehr ein Heulen wurde, weil mittlerweile keine mehr von uns sechs Weibern noch ohne Tränen in den Augen war. Ich lachte mit, auch wenn es schwer fiel. Denn am besten war es, mit den Wölfen zu heulen, als gegen sie zu stimmen.

Na ja, war echt blöd gelaufen. Und während alle anderen sich dann die Nacht in fremden Matratzen um die Ohren schlugen, bin ich erst noch mit ihm in einen anderen Schuppen gefahren. Scheiße, war mir das peinlich, als der Typ dann seinen Macker dort sah und gleich mit ihm zur Begrüßung knutschte. Ich hatte echt gedacht, mich tritt ein Pferd. Und ich war noch wie selbstverständlich an seinem Arm in die Kneipe getippelt.

Ich habe die beiden dann nur stehen lassen und bin ab durch die Mitte. Blöderweise hatten mich dann zwei andere Tussen gesehen und es meiner Clique brühwarm erzählt, wie ich mit zwei schwulen Typen unterwegs war. Die Folge war die verlorene Wette, und eine Schlacht mit Kuchengabel, und Kaffeelöffel.

Ich wagte mir lieber nicht auszumalen, was ich hier hinterher blechen durfte. Hoffentlich reichten meine hundertfünfzig Mark, denn mehr hatte ich den Monat nicht mehr übrig. Aber Gabi hatte mir versprochen, dass sie mir aushelfen würde, wenn mein Geld nicht reichen sollte.
*
Die nächsten Wochen musste ich dann Schmalhans Küchenmeister sein lassen, denn die doofe Wette hatte mich tatsächlich fast mein ganzes Geld gekostet. Okay, es war lustig gewesen und wir sind aus dem Lachen kaum noch herausgekommen, aber es fällt halt schon etwas schwer, wenn man die komplette Rechnung zahlen musste.

„Und? Gehst Du mit heute Abend?“
Gabi sah mich herausfordernd an.
„Ich weiß noch nicht … bin ein bisschen knapp bei Kasse.“
„Was, immer noch? Ist doch schon der neue Monat, oder.“

„Klar, aber ich hatte mir im letzten Monat noch zweimal was bei meiner Mutter geliehen, und die versteht keinen Spaß, wenn es nicht zurückkommt.“

„Oh, Scheiße, Süße! Klar, versteh ich! Wenn Du was brauchst, kann ich Dir auch aushelfen.“
„Nee, im Moment geht ’s noch. Muss halt ein wenig aufpassen den Monat.“

„Also, was ist, kommst Du dann mit heute Abend? Ich zahl auch zwei Getränke für Dich, einverstanden?“
Als ich nicht gleich bestätigte, drängte sie mich weiter.

„He, wir sind eh nur zur dritt. Irene hat noch Zeit. Die anderen sind alle was-weiß-ich-wo.“
Innerlich schon halb überzeugt, redete Gabi weiter.

„Außerdem brauche ich mal wieder einen echten Mann. Und Du auch, Süße, ich kenn Dich doch. Du hast die letzten Wochen auch nur auf die scheiß Scheine gearbeitet, oder? Also mir juckt die Muschi, kann ich Dir sagen. Ich muss heute Abend dringend mal wieder einen finden, der ’s mir so richtig besorgt. Denn auf Handbetrieb habe ich echt keine Lust.“

Ergeben sagte ich zu und verabschiedete mich dann von Gabi. Sie hatte noch etwas später ein Seminar, während für mich jetzt das Wochenende begann. Mit dem Bus war ich gleich zurück nach Hause gefahren.

Das Haus war vollkommen leer, weder meine Eltern, noch mein Bruder war da. Okay, mit meinem Bruder musste ich nicht unbedingt rechnen. Es konnte sein, dass er gleich bei einem seiner Mäuschen unter kroch und erst Morgen oder am Sonntag kurz reinschaute. Wie er es schaffte, neben seinen ganzen Affären überhaupt noch zu studieren, war mir ein echtes Rätsel.
„Hallo? Jemand da?“ zur Vorsicht rief ich im Flur, aber keiner meldete sich.
In meinem Zimmer schmiss ich die Tasche in die Ecke und beschloss, erst einmal zu duschen. Das Telefon hielt mich zurück.

„Manuela Bergmann!“
„Hallo, Süße!“, meldete sich Irene, „ich muss leider für heute absagen, weil meine Eltern mich besuchen kommen und ich braves Mädchen spielen muss! Uäh! Ich könnte kotzen!“

„Häh, wieso kommen die jetzt noch?“
„Ach, die wollen Morgen weiter auf ihre Jagdhütte, und dort das Wochenende verbringen, und mich halt vorher sehen. Papi will doch sein kleines Töchterlein mal wieder sehen.“

Schon gekonnt, wie sie ihre Mutter nachahmte.
„Okay, habe verstanden! Ich sag dann Bescheid. Gabi meinte, dass wir sowieso nur eine kleine Runde sein würden.“
„Weiß ich! Alle haben irgendwelche Termine sonst. Übrigens, weißt Du schon, Karin hat einen neuen Stecher.“

„Ehrlich?“
„Klar, Harald heißt er.“
„Harald? Den Typen mit den roten Haaren? Der aussieht wie ein großes Streichholz?“

„Was? Du kennst den?“
„Mann, Mäuschen, ich war dabei, wie sie den Looser vor drei Monaten im Django kennen gelernt hat. Und mit dem ist sie immer noch zusammen?“

„Ja, sie schwört, das sei der Mann fürs Leben!“
„Echt?“

„Ja, volle Kanne! Er sei so lieb und würde sie auf Händen tragen. Und vögeln würde er wie ein Stier!“
„Echt?“, jetzt schwang schon was Neid bei mir mit, denn der Typ hatte sich erst an mich rangemacht, aber mir … ach ich wusste auch nicht. Mit solchen roten Haaren!

„Sie meint, er hat ein ganz gutes Gerät und eine wahnsinnige Ausdauer!“
„Boah! Echt?“

„Ja! Und stell Dir vor, er hat ihr gestern zum Geburtstag einen Ring geschenkt …“
„Ja-ja, aus dem Kaugummi-Automaten für fünfzig Pfennig!“, ergänzte ich neidisch und wusste, was ich gestern vergessen hatte.

„Nö, Du ehrlich, ist ein echtes Stück. Karin hat es gar nicht glauben wollen und ist bei ihrem Onkel im Laden gewesen …“
„Den Laden kenne ich, der hat da echt tolle Sachen in der Auslage. Da habe ich beim letzten Mal so einen Ring gesehen, der hätte mir echt gut gefallen, so ein …“

„… ein Doppelring mit den vielen kleinen Steinen zwischen, oder?“
„Ja! Stimmt! Woher …? Ach ja, Du warst ja dabei, als wir mal am Schaufenster vorbei sind. Aber der Preis war mit fast tausend Mark auch nicht von schlechten Eltern.“

„Ja, Süße! Und jetzt halt Dich fest! Karin hat ihn am Finger!“
„Nein! Echt jetzt!“

„Ja, Süße! Ich kann Dir nicht sagen, wie neidisch ich bin …“
„Und ich erst! Scheiße, dabei hat der Typ sich erst noch an mich ran gemacht“
„Ehrlich? Na, dann herzliches Beileid, denn den Prinzen hat sich Karin geschnappt!“
Scheiße, ich hätte jetzt heulen können!

„Karin ist ganz weg von ihm. Und er will sie heute seinen Eltern vorstellen. Weißt Du eigentlich, wer er ist?“
„Hach, spuck ‘s schon aus! Ich kenne doch nicht jeden Penner hier.“
„Sagen Dir die Altmayer-Werke etwas?“
„Klaro, wem nicht.“

„Süße, seinem Vater gehören sie!“
Damit war mein Wochenende eigentlich gelaufen. Scheiße, Scheiße, Scheiße! Und dabei hatte der Typ sich echt noch an mich rangemacht. Und mir hatten seine roten Haare nicht zugesagt. Oh, Mann, wenn der wirklich vögeln konnte wie ein Stier, dann wären mir auch rote Haare egal.
*
„Und wie war Dein Wochenende?“
Nur langsam ging es an der Essensausgabe der Mensa weiter.
„Ach, vergiss es!“
„Warum?“

„Der Typ hat es nicht gebracht.“
„Häh? Der war doch gut bestückt, hast Du gesagt.“
„War er auch. Nicht nur beim Tanzen hat der ein mächtiges Rohr geschoben.“
„Ja, also. Und was ging dann nicht?“

„Ach Scheiße, der hat sich so die Kante gegeben, als wir dann zu ihm sind, musste ich fahren, da er nicht mal den Schlüssel mehr gerade halten konnte. Im Auto hat er meine Titten schon ausgepackt. Ich bin kaum noch halb angezogen in seine Bude gekommen. Und drei Schritte weiter, auf seinem Bett, hatte er mich ganz ausgezogen gehabt.“

„Oh! Geil!“
„Scheiße, nix geil! Ich war geil wie Tier. Wie ich liege, kommt er über mich und will gerade rein, da hat er schon abgespritzt.“
Barbara kicherte albern.

„Und dann fällt der Kerl neben mich und schläft wie ein Ratz!“
Ihr Lachen ist jetzt so laut, dass sich andere nach uns umdrehen.
„Hör schon auf so zu scheppern!“, versuchte ich sie etwas zur Ruhe zu bringen, „Du musst ja nicht das ganze Lokal unterhalten.“

„Du bist gut! Du reizt mich ja so, Süße! Irre, was Du erlebt hast.“
„Ja, das war der echte Dauer-Heinz!“
„Aber dann hat er Dich doch bestimmt am nächsten Morgen …“
„Hach! Vergiss es! Entweder hat er gestöhnt: Ich bin tot! Oder er wollte kotzen!“
„Hör auf, ich muss schon wieder lachen!“

Dabei war mir gar nicht nach Lachen zumute. Mit allen Typen, mit denen ich zurzeit etwas anfangen wollte ging nichts. Lauter tote Hosen! Und der Typ gestern war echt das Letzte. Der hatte bei seinem Abspritzen nicht mal bemerkt, wo es überall hinging. Ob ich getrocknetes Sperma aus einem Kaschmir-Pulli wieder rausbekam? Ich glaube, meine Mutter sollte ich das eher nicht fragen.

„Und? Was war bei Dir?“, versuchte ich sie abzulenken.
„Bei mir … nicht viel. Ich bin etwas mit Georg um die Ecke gezogen!“
„Echt? Das ist doch ein Voll-Trottel!“, als ich ihre Enttäuschung sah, sprach ich schnell weiter. „Mäuschen, das hast Du selber gesagt!“

„Stimmt! Aber eigentlich ist er ganz süß. Und stell Dir vor, er tanzt sogar in einem Club.“
Schon klar, wenn es bei Barbara um Tanzen ging, dann hätte auch Frankenstein kommen können. Hauptsache der Typ konnte und wollte. Und wenn der dann sogar noch mehr machte, so auf Vereinsebene, dann war sie gefangen.
*
„Und, Süße? Was läuft bei Dir heute noch ab!“
„Keine Ahnung. Aber das einzige, was ich weiß, heute muss ein Kerl dran glauben und mich fertig machen.“
„Hihi, kleiner Jagdausflug, was? Na, dann viel Glück!“

„Danke, kann ich brauchen. – Und bei Dir?“
„Och, nichts Besonderes, vielleicht Kino mit seinen Eltern oder so.“
Meinen fragenden Blick deutete sie richtig.

„Ja, echt! Kino! Oder Theater! Oder was weiß ich …“
„Mehr fällt Euch nicht ein?“, mein Ton war schon unverschämt, „also, ich wüsste was Besseres mit meinem Stecher anzufangen.“
„So, was denn?“

War das jetzt Spott oder Absicht. So dumm war die Tanja doch nicht, und eine Kostverächterin schon gleich gar nicht.
„Sweety! Wenn ich Morgen frei habe und mein Stecher hat heute Zeit, dann will ich garantiert nicht mit seinen oder meinen oder sonst irgendwelchen Eltern was unternehmen. Dann reicht Pizzaservice und ansonsten lasse ich das Bett wackeln!“
Warum ausgerechnet immer am Freitag die Mensa so voll sein muss. Die Schlange mit uns drinnen hatte sich seit einer gefühlten halben Stunde nicht mehr bewegt.

„Wo ist eigentlich Dein …“, ich betonte das Wort ‘Dein‘ besonders, „… Typ, häh? Ihr seid doch sonst immer so unzertrennlich.“

„Michael bringt noch einige Bücher in die Bibliothek und besorgt für uns die aktuellen bestellten Bücher.“
„Wie? Für Dich mit? Geht das denn?“

„Nee, offiziell nicht, aber er kennt dort einige Leute und hat da ja auch schon in den Semesterferien geschafft. Deshalb darf er das. Und warten braucht er auch nicht.“

Ihr Kichern ließ mich neidisch werden, denn mir stand der Gang zur Bibliothek noch bevor. Alle wollten dort immer noch vor dem Wochenende die neusten Bücher besorgen, oder alte abgeben.

„Also, warum mit seinen Eltern heute Abend? Läuft bei Euch im Bett nicht mehr viel, oder was? Tote Hose?“
„Im Gegenteil, Süße, Michael ist ein ganz toller Mann.“

„Und warum dann heute Abend nicht? Oder schippert er dann im roten Meer?“
„Nö! Aber heute Abend brauche ich nur noch etwas Kuscheln. Ich bin voll zufrieden.“
„Häh? Wieso zufrieden?“

„Na ja … Du weißt schon, wir haben freitags nur nachmittags Programm, und Michael hat mich den ganzen Morgen zugeritten!“

Ihr Blick hatte plötzlich was träumerisches an sich.
„Zugeritten?“, ich glaubte mich verhört zu haben.

„Süße, der hat mich so was von fertig gemacht, mir zittern fast jetzt noch die Knie. Ich weiß nicht, wie oft er in mich rein gespritzt hat, aber irgendwann war ich nur noch fertig und er schob immer noch ein Rohr. Ich konnte echt nicht, aber dann hat er mich einfach wieder genommen und ich bin voll abgetreten, sag ich Dir. So wie heute Morgen, bin ich echt noch nicht gekommen. Das war der absolute Wahnsinn! Ich glaub, ich kann nie wieder ohne …!“

„Na, ihr zwei Hübschen!“
Michael trat zu uns. Sein Rucksack sah schwer aus, er hatte scheinbar einiges an Material aus der Bibliothek mitgebracht.
„Komm her, heiß geliebte Zuckerpuppe!“

Er griff sich Tanja und knutschte sie kurz heftig, was sie sich gleich gefallen ließ. Seinen kurzen Griff an ihr Döschen konnte nur ich erkennen. Scheiße, die ließ es sich nicht nur gefallen, sondern genoss es richtig und himmelte den Typen auch noch an. Und dann griff sie auch ihm kurz ins Gemächt, was er mit einem Grinsen geschehen ließ.
Oh, Mann! Da hatte es wieder zwei schwer erwischt. Und ich stand nur dabei und war neidisch. Aber heute Abend würde ich auch einen Macker finden, das schwor ich mir.
*
Wieder stand ich mit Tanja in der Schlange vor der Essensausgabe.
„He, Süße? Was ist los? Du siehst so fertig aus?“

„Ach Tanja, ich bin fertig mit der Welt. Ich habe meine Arbeit von Prof. zurück erhalten. Was heißt zurückerhalten? Er hat sie mir um den Kopf geschmissen und gemeint, das sei nichts. Ich sollte mich noch mal mit dem Thema beschäftigen und gefälligst alle Theorien in den Vergleich aufnehmen. Scheiße, jetzt darf ich alles noch mal machen.“

„Oh, Süße, das tut mir echt leid. Kann ich Dir helfen? Ich hatte das Seminar schon vor zwei Semestern gemacht. War echt hart, hat aber eine Menge Türen geöffnet.“

„Deshalb will ich es ja auch. Aber wenn Du mir Deine Aufzeichnungen und die Arbeit mal zeigen würdest, wäre das echt lieb von Dir.“

„Kein Problem, Süße, ich such gleich heute Abend alles zusammen und bring es bei Deinen Eltern vorbei. Einverstanden?“
„Danke, Tanja, damit hilfst Du mir echt.“

Ich musste sie jetzt in den Arm nehmen.
„Du, Tanja?“, fragte ich dann nach einigen Momenten Pause, „ich will jetzt nicht unverschämt sein oder so und ich weiß nicht … wie ich es sagen soll … aber kann es sein … bitte, nicht böse sein! Ehrlich? … kann es sein, dass Du … etwas … zugenommen hast?“

Was ist das? Ich frage sie das Schlimmste, was es geben kann, und sie lächelte.
Verdammt! Sie lächelte!
„Ja, Süße, habe ich!“

Ihr Lächeln war fast überirdisch zu nennen.
„Weißt Du, bei mir wird sich demnächst einiges ändern …“
In mir machte sich plötzlich eine Ahnung breit.
„Du bist …?“, ich konnte nur noch flüstern.

„Ja!“, flüsterte sie zurück und über ihre Wangen liefen jetzt ein paar Tränen.
„Und was sagt er …?“

Hektisch kramte sie in ihrem Rucksack und zog dann ein Taschentuch raus.
„Soll ich Dir wirklich sagen, was er gesagt hat?“

Stumm nickte ich und wusste, ich würde gleich weltbewegendes hören.
„Er schaute mich an …“, sie schluchzte kurz auf, „… nahm meine Hände …“, jetzt liefen die Tränen noch deutlicher, „… und dann sagte er: Ein Traum wird wahr! Dann fiel er auf die Knie und fragte: Tanja, willst Du meine Frau werden?“, jetzt heulte sie heftig auf und ich gleich mit.

Die nächsten Minuten vergingen wie im Fluge, bis wir mit unserem Essen an einem Tisch saßen.
„Ich fass es nicht!“ erklärte ich immer noch geschockt, „… und ihr wollt wirklich …?“
„Ja, ich weiß, er ist der richtige!“

Nachdem was ich alleine über ihren Sex wusste, hatte ich da keine Zweifel. Dafür liefen bei mir schon wieder die Tränen und fast schon depressive Gefühle machten sich in mir breit.

Nur mit halbem Ohr hörte ich zu, wie es bei den beiden Hübschen weitergehen würde.
„He, Süße, ich rede mit Dir!“, unterbrach Tanja meine Gedanken.
„Was?“

„Was ist los, Süße? Du bist so weggetreten? Geht ’s Dir nicht gut? Was ist los?“
„Ich weiß auch nicht, Tanja, aber bei mir läuft alles …. einfach Scheiße!“

„Mann, Süße, was ist los? Wie ich Dich eben sah, hatte ich eher den Eindruck, dass Du ganz gut entspannt bist. Die große Liebe kommt halt nicht um die Ecke, aber Du bist doch auf der Jagd, irgendwann ist schon der richtige dabei. Warts einfach ab!“

„Du hast gut reden, ich finde nicht mal mehr jemand für eine Nacht!“
„He, Süße, hier nimm eine Taschentuch. Du heulst ja! Was ist los?“

Ich war jetzt wirklich völlig fertig mit den Nerven. Tanjas Glück hatte mich echt mitgenommen und mir plötzlich bewusst werden lassen, wie schlecht es bei mir am Laufen war.

„Süße, Du bist aus unserer Clique echt die schönste … lass mich ausreden …“, unterbrach sie gleich meinen Versuch etwas einzuwenden.

„Du siehst echt gut aus, weist Dich zu kleiden und hast einen Traumkörper. Und Du kannst mir glauben, dass ich das nicht nur sage. Du hast doch immer die Kerle rum gekriegt. Und wenn wir auf der Jagd waren, sind eigentlich alle Kerle immer zuerst bei Dir angesprungen, ehe sie vielleicht uns andere Weibsen gesehen haben.“

„Kann ja sein“, heulte ich in das Taschentuch, „aber seit einigen Monaten geht nichts mehr.“
„He, Süße, das kann ich jetzt echt nicht glauben. Dafür siehst Du aber eigentlich ziemlich … entspannt aus.“
„Soll ich Dir erzählen, wie das Wochenende gelaufen ist?“

Ich brauchte erst einmal ein neues Taschentuch, da das momentane Tuch den Fluten meiner Tränen absolut nicht gewachsen war.

„Ja, Du wolltest doch auf die Jagd …“
„Am Freitag habe ich einen Typen aufgerissen, der auch gleich mit mir ab wollte. Wir gerade raus, tauchen ein paar Kumpel auf, mit denen er rasch noch was klären muss. Aus dem rasch wurden dann fast zwei Stunden, und der Kerl lag dann total besoffen in der Ecke. Seine Kumpels mussten ihn dann heimtragen. Ich war total sauer und bin dann nach Hause. Zu Hause musste ich dann die ganze Nacht das Gestöhne von meinem Bruder und seiner Tussi ertragen. Die waren wohl auch erst kurz vorher gekommen und gingen davon aus, dass sie das Haus für sich hatten. Auf jeden Fall haben die schön blöd geschaut, wie ich dann zum Frühstück kam.“

„Kann ich mir vorstellen. Und weiter, Du konntest dann doch am Samstag wieder los …“
„Bin ich auch. Und habe dann echt einen netten Kerl getroffen, habe die ganze Zeit darauf geachtet, dass der nicht zu viel trinkt, obwohl er etwas geknickt war, weil seine Ex gerade erst mit im Schluss gemacht hatte. Eigentlich genau das Richtige für einen One-Night-Stand. Den hätte ich schon wieder auf den Geschmack gebracht, dass auch andere Mütter schöne Töchter haben.“

„Ja und? Wollte er nicht?“
„Doch! Er wollte schon.“
Mein Lächeln war jetzt unecht.
„Also?“

„Bis aus dem Tanzschuppen sind wir raus gekommen.“
„Und dann?“, fragte Tanja, nachdem meine Pause wohl etwas zu lange für sie wurde.
„Draußen steht auf einmal seine Ex da, auch mit zwei Weibsen unterwegs. Die beiden haben sich nur angeschaut, ich weiß nicht wie lange, aber dann sind die sich in die Arme geflogen und ich stand da wie Schippe sieben.“

„Oh Scheiße!“, erwiderte Tanja und ihr Gesicht sprach: Oh, wie schön!
„Ja, echt Scheiße! Ich war natürlich abgemeldet und durfte dann wieder alleine nach Hause.“
„Oh, Süße, das ist echt scheiße am Laufen bei Dir.“

„Ich war dann den ganzen Sonntag alleine zu Hause und habe einen solchen Frust geschoben, dass ich mein Döschen den ganzen Tag wie blöd geschrubbt habe. Da unten war dann zwar irgendwann Ruhe, aber ich habe mich nur noch elend gefühlt.“

„Oh, Süße, das versteh ich. Weißt Du was, Du solltest mal wieder mit mehreren unterwegs sein, das bringt meistens mehr Erfolg. Ich habe Michael so kennen gelernt, Karin ihren Harald und die anderen auch ihre Macker. Da sind alle etwas lockerer drauf, das kennen lernen ist etwas unverbindlicher und doch offener, wenn Du verstehst was ich meine.“

„Ich versteh Dich schon, Tanja. Vielleicht sollte ich mal wieder wirklich mit den anderen los und nicht nur alleine losziehen.“
„Eine Garantie kann Dir niemand geben, Süße, aber vielleicht wirst Du so wieder etwas lockerer drauf. Und Du weißt ja, wenn das Döschen juckt, nicht mit Gewalt versuchen einen zu finden, das klappt meist nie, oder Du erwischst den Ramsch.“
*
„Manuela, Telefon!“
Die Worte drangen in mein Unterbewusstsein, ohne, dass ich sie richtig wahrnahm. Ich drehte mich in meinem Bett um und versuchte meinen Traum festzuhalten. Allein, es gelang mir nicht.
„Manuela, Telefon! Komm endlich!“

Jetzt konnte ich den Ruf meiner Mutter nicht mehr überhören.
„Ich komm ja schon!“, brüllte ich zurück und streckte mich mühsam.
Ein Blick auf die Uhr zeigte mir, dass es erst 09:00 Uhr war. Mitten in der Nacht! Welcher Idiot wollte mich denn jetzt sprechen? Oder war schon wieder Montag und ich hatte wie üblich die erste Vorlesung verpasst? Nein, heute war Samstag, dessen war ich mir sicher, ansonsten wäre ich gestern nicht mit meinen Freundinnen versumpft.

Ich setzte mich auf meine Bettkante, streckte mich und schlüpfte in meine Pantoffeln. Langsam und immer noch nicht ganz wach, ging ich aus meinem Zimmer, die Treppe hinunter und nahm den Hörer auf, der auf dem Sideboard lag. Nachdem ich mich gemeldet hatte, drang die fröhliche Stimme meiner Freundin Sabine ans Ohr.

„Guten Morgen, Du Schlafmütze. Es ist schönes Wetter, da geht man schwimmen und freut sich auf ein paar gutgebaute Typen! Wie sieht es aus, bist Du fertig?“
Inzwischen war ich halbwegs wach.

„Ich glaube, du hast einen Knall, Honey. Was denkst du, wann ich gestern Abend nach Hause gekommen bin? Oder besser, heute Morgen. Ein anderes Mal vielleicht. Jetzt will ich nur noch pennen! Gute Nacht!“

Damit legte ich den Hörer unsanft auf das Telefon und drehte mich um. Gerade wollte ich in mein Zimmer gehen, als mich meine Mutter rief.

„Schatz, Frühstück steht in der Küche. Ich gehe nachher mit Papa noch die neue Küche aussuchen. Und anschließend sind wir bei dann zu Onkel Bernhard zum Geburtstag. Wird sicher sehr spät werden. Wenn Du gehst, vergiss also deinen Schlüssel nicht, Du bist alleine hier.“

„Ja, Mama“, sagte ich ergeben und fragte mich zum hundert tausendsten Mal, wann ich jemals meinen Schlüssel vergessen hätte. Mütter!

Langsam ging ich die Treppe wieder hinauf und sah mich plötzlich einem jungen Mann mit großen Augen gegenüber. Ich wusste, es ist Jürgen, der Freund meines Bruders Klaus. Er starrte mich regelrecht an und langsam ging mir auf, dass er mich in einem halb durchsichtigen Negligé sah. Das war mir aber im Moment vollkommen wurscht, ich war einfach müde und wollte nur zurück ins Bett. Ich nickte ihm kurz zu und verschwand in meinem Zimmer.

Kurz überlegte ich, ob ich nicht vielleicht doch aufbleiben sollte. Aber nach etwas mehr als drei Stunden Schlaf hatte ich noch nicht genug Ruhe gehabt. Die Verlockungen des Bettes waren zu groß.

Gerade wollte ich wieder ins Bett schlüpfen, als es zaghaft an der Tür klopfte. Jetzt zog ich mir schnell den Bademantel an und öffnete ziemlich schwungvoll die Tür. Jürgen stand vor mir.

„Was ist?“ fragte ich ihn ziemlich barsch.
Verschüchtert zuckte er zurück
„Nichts! Gar nichts!“ stotterte er, drehte sich um und flüchtete in Richtung Zimmer meines Bruders.
„Oh, Mann! So eine Dachplatte!“ dachte ich und legte mich endlich ins Bett.
Es dauerte nicht lange, bis ich wieder eingeschlafen war.
*
Als ich erneut wach wurde, war es fast zwei Uhr. Ich hatte ausgeschlafen und holte mein spätes Frühstück nach. Dann duschte ich, zog mir meinen Bikini an und legte mich im Garten in die Sonne. Groß weg wollte ich jetzt noch nicht. Vielleicht heute Abend.

Scheiße, was war zurzeit nur los. Keinen Typen konnte ich abschleppen, der es brachte. Nur Pleiten, Pech und Pannen.
Vor mich hin dösend, hörte ich, wie die Jungs die Tür zu schlugen und dann mit quietschenden Reifen davon fuhren. Oh, Mann, typisch Manta Fahrer!

„Was für Idioten!“ murmelte ich noch, bevor ich mich wieder in meine Träume flüchtete und die Sonne genoss.
Es ist schon verrückt, wie sich im Moment alles verhielt. Aus unserem großen Mädchenkreis war eine echt kleine Runde geworden, weil die meisten Tanten alle mittlerweile einen festen Stecher hatten. Und ich bekam nicht mal mehr einen zwischen meine Beine. Dabei hatte ich solche Lust mal wieder so richtig durch die Betten-Landschaft gescheucht zu werden. Nein, meine Finger würde ich jetzt nicht auf mein Döschen legen, ansonsten würde ich wie letztes Wochenende nur per Handbetrieb für ein wenig Frieden im Laden da unten sorgen können.

Und gestern waren wir tatsächlich noch mal zu sechst losgezogen und ganze zwei Macker hatten wir auf-gegabelt. Da standen die Chancen nicht gut und prompt hatte ich keinen abbekommen. Okay, dafür hatten wir bis zum Frühstück durchgemacht …
*
Ich wurde wach, weil ich spürte, dass mich jemand ansah. Unter meiner Sonnenbrille öffnete ich die Augen und sah, dass Jürgen am Gartenzaun stand. Unverwandt schaute er zu mir herüber. Jetzt richtete ich mich auf.
„Was ist?“ fragte ich wieder einmal.
Zögerlich öffnete er die Tür zum Garten und kam herein. Dann blieb er vor mir stehen.
„Was willst du? Ich denke, du bist mit Klaus fort?“

Während ich darauf wartete, dass er seine Antwort aus-gekaut hatte, überlegte ich mir, was ich von ihm wusste. Jürgen, auf den Tag so alt, wie mein jüngerer Bruder Klaus, nämlich dreiundzwanzig Jahre, ständiger Schatten und Begleiter meines Bruders, und schüchtern bis zum geht-nicht-mehr.

Während Brüderlein Klaus alle vierzehn Tage eine neue Freundin ab – und anschleppte, hatte ich Jürgen noch nie in weiblicher Begleitung gesehen. Und die Freundinnen meines Herrn Bruders waren so zahlreich, dass ich mir nicht mal mehr die Namen merkte. Meist sah ich sie eh nur ein der zweimal, ehe sie schon wieder abgeschossen wurden. Mich wunderte nur, dass Jürgen nicht eine der abgelegten Damen übernahm. Scheinbar brachte er wohl nicht genug mit.

Jetzt drang eine Antwort an mein Ohr.
„Mit dir reden!“

„Mit mir? So, was gibt es denn so Wichtiges?“
Als ich seinen Dackelblick sah, erbarmte ich mich seiner.
„Oh, Mann! Schau mich nicht so an! – Also gut! Hol Dir einen Stuhl und hock dich her!“

Während er sich brav einen der Gartenstühle holte, schaute ich ihn mir zum ersten Mal etwas genauer an. Na ja, ganz schlecht sah er eigentlich nicht aus. Ziemlich groß und schlank, halblange, dunkle Haare und ein offenes Gesicht. Eigentlich ganz normaler Durchschnitt eben, aber bestimmt kein Typ, nach dem ich mich extra umdrehen würde. Jetzt saß er neben mir und starrte mich an. Noch einmal fragte ich ihn:

„Also? Was willst du mit mir reden?“
„Ich finde … also ich meine“, dann war kurze Pause. „Also, eigentlich finde ich, dass du …“ Wieder musste er überlegen oder Mut sammeln.

„Komm, spuck ’s aus!“
„Also, ich finde dich ziemlich … nett … und ich finde, du siehst unheimlich … gut aus!“
Als er das endlich raus gebracht hatte, wurde er ziemlich rot im Gesicht.

„So, findest du! Und das merkst du jetzt, nachdem du schon seit mehr als zwei Jahren praktisch hier bei uns wohnst?“
Diesmal antwortete er ziemlich schnell.
„Ich sehe dich aber auch heute zum ersten Mal so!“

Plötzlich fiel mir ein, dass er mich heute Morgen im Nachthemd gesehen hatte und dass ich jetzt im Bikini vor ihm lag. In einem äußerst knappen Bikini. Und jetzt bemerkte ich auch die kleine Beule in seiner Hose.
Die kleine Ratte!

Der Typ war geil! Der war scharf auf mich! Fast musste ich lachen. Was sollte ich denn mit so einem Milchbubi? Inzwischen machte mir das Gespräch mit ihm fast schon Spaß.

„So, findest du! Und was soll das jetzt heißen? Soll das etwa heißen, dass du mich anmachen willst, oder dass du mit mir ins Bett willst?“

Die Röte in seinem Gesicht verstärkte sich und er legte rasch die Beine übereinander. Was für ein Glück, dass ich die Sonnenbrille aufhatte, so sah er nicht, wo ich ihn begutachtete.
Ich konnte mir ein hämisches Grinsen nicht mehr verkneifen.

„Also, Kleiner! Das schmink dir am besten gleich wieder ab“, antwortete ich ihm von oben herab. „Meinst du ich habe Lust, einem Milchbubi alles von Anfang an zu erklären? Dir vielleicht noch beibringen, was man im Bett so alles tun kann? Nein, mein Lieber, dafür suche dir mal lieber eine Andere!“

Eigentlich hatte ich erwartet, dass er jetzt den Rückzug antreten würde, aber weit gefehlt.
„Wie kommst du eigentlich drauf, dass du mir was beibringen musst, oder sagen wir besser, beibringen kannst? Vielleicht bin ich ja gar nicht so schlecht. Lass es doch mal auf einen Versuch ankommen!“

Jetzt war ich baff. Also echt baff! Der Milchbubi? Was glaubte der eigentlich? Ich wusste von meinem Bruder, dass Jürgen wohl noch nie eine feste Freundin gehabt hatte. Na ja, nach Kenntnisstand von vor zwei Jahren.

„So, du meinst also, dass du in der Lage bist, eine Frau zu befriedigen? Ich meine, richtig zu befriedigen! Verstanden? Was weißt Du schon, wie eine Frau richtig tickt? Wie sie abgeht, was sie will? Nicht nur rammeln und spritzen, sondern da muss echt Klasse dabei sein. Verstehst Du? So und jetzt schwirr ab! Bei einem echten …“, ich mustere ihn provokant von oben bis unten, „… Mann, der kann das nämlich. Klaro? Ich halte jede Wette, dass du das nicht kannst!“

Um Himmels willen, wohin führte denn das Gespräch schon wieder? Mit seiner Replik hatte ich echt nicht gerechnet. Und blöd wie ich war, hatte ich gleich zu selbstbewusst dagegen gehalten. Aber es ging noch weiter. Plötzlich wurde der schüchterne Jürgen sogar selbstsicher.

„Die Wette nehme ich an! Um was wetten wir?“
Darauf wusste ich nichts zu sagen. Eine kleine Pause entstand, in der ich die vielleicht letzte Chance hatte, das Ding noch umzubiegen. Ich musste ihn ja nur zum Verschwinden auffordern. Die kurze Frist verstrich ungenutzt. Warum eigentlich?

Wenn ich ehrlich zu mir war, hatte ich echt Lust auf Sex, nicht unbedingt mit Jürgen, aber Lust eben. Und er war so selbstsicher. Sollte ich mich täuschen? Dann konnte das ja vielleicht doch noch ein interessantes Abenteuer werden.

„Also was ist?“ fragte er fordernd. „Ich mache dir einen Vorschlag. Du sagst, ich kann keine Frau befriedigen und ich sage, ich kann es. Lass es uns ausprobieren. Wenn ich gewinne, dann gehst du einen Abend mit mir aus. Wenn du gewinnst, kannst du dir etwas wünschen. Egal was, solange ich es erfüllen kann!“
„Ein halbes Jahr lang jedes Wochenende mein Chaufeur?“

„Gilt!“
Insgeheim schon fast zur Zustimmung bereit fragte ich ihn:
„Und? Wie und wann hast du dir das vorgestellt?“

„Warum nicht am besten gleich und hier! Ich weiß, dass deine Eltern fort sind und Klaus ist bei seiner neuen Flamme Britta. Die hat heute sturmfreie Bude. Er hat ihr schon angekündigt, dass er sie heute den ganzen Tag … äh … ach Du weißt schon … wir gehen vielleicht am besten in dein Zimmer und dann schauen wir mal, wer Recht hat. Und bevor du fragst; Gummis habe ich dabei!“

Scheiße! Jetzt konnte ich auch keinen Rückzieher mehr machen, um nicht als wortbrüchig oder feige zu gelten. Andererseits hatte ich echt mal wieder Lust auf Sex. Okay, vielleicht wirklich nicht mit so einem Milchbubi wie Jürgen. Denn dass er es drauf haben sollte, eine Frau richtig hoch zu bringen, konnte ich mir bei ihm echt nicht vorstellen. Jürgen war jetzt bestimmt nicht der Traum einer jeden Frau. Dazu war er einfach zu durchschnittlich. Er stach durch nichts hervor, hatte keine besonderen Höhen oder Fähigkeiten. Von meinem Bruder wusste ich, dass er kein begnadeter Tänzer war und einen etwas … na ja, sagen wir … seltsamen … Musikgeschmack hatte. Besonders sportlich war er auch nicht, eher etwas introvertiert.

Stumm nickte ich und stand auf.
„Okay, angenommen! Dann lass uns mal schauen, was du drauf hast!“
Während wir nebeneinander aufs Haus zugingen, fragte ich mich, ob das jetzt wirklich passierte. Ich hatte eben mit dem Freund meines Bruders gewettet, dass er mich nicht würde befriedigen können. Das war doch verrückt, das war doch schon surreal.

Wir gingen in mein Zimmer und ich blieb vor ihm Stehen.
„Und? Wie geht es jetzt weiter?“ fragte ich ihn.
„Ich würde gerne vorher duschen!“

Ich ging mit ihm zum Bad, gab ihm ein Handtuch und schloss die Tür hinter mir. In meinem Zimmer setzte ich mich auf mein Bett und überlegte, wie ich mich wohl in einer halben Stunde fühlen würde. Irgendwie war mir komisch zumute.

Einerseits hatte ich so auf die Art noch nie Sex gehabt. Ich meine, jetzt als Test oder Wetteinsatz. Meist war Sex aus einer hemmungslosen Knutscherei mit einem meiner verflossenen Typen entstanden. So nach der Disco oder so, oder wenn ich die Typen auf der Tanzfläche schon fast zum Spritzen brachte.

Wenn ich ehrlich war, war das letzte Mal auch schon wieder eine Weile her und deshalb freute ich mich andererseits sogar darauf. Wenn es denn gut werden würde! Denn die letzten Male hatte ich nur Pech gehabt mit den Typen. Wenn ich nur an letztes Wochenende dachte. Der eine wollte zwar unbedingt mit mir in die Kiste, war dann aber später so besoffen, dass ich nicht mehr konnte. Und der nächste wurde dann von seiner Freundin am Disco-Eingang abgefangen und hat mich im Regen stehen lassen.

Und gestern Abend waren wir zu sechst auf der Jagd gewesen. Lediglich zwei Typen hatten wir geangelt, und beide standen ausgerechnet auf Monster-Titten. Da konnte ich mit meiner guten Handvoll nicht gegen ankommen. Oh, Mann, sind die Kerle manchmal doof, stehen nur auf reine Äußerlichkeiten und wissen gar nicht, was sie vielleicht an mir versäumen würden.

Der eine ist dann mit Gabi abgezogen. Okay, Gabi ist nicht schlecht, die wird ihn bestimmt richtig entsaften, aber der andere, mit Katharina wird er sein blaues Wunder erleben. Mehr als einmal über ihre fetten Titten spritzen ist nämlich nicht drin. Sie meint, dass man die Männer nicht verwöhnen soll, sonst wollen die immer so. Ich glaub, die hat noch nie einen echten Orgasmus gehabt, denn wenn sie von einem echten Mann mal richtig durch die Matratze gescheucht würde und vor Lust nur so geschrien hätte, kämen keine solchen blöden Sprüche.

Oh, Frau, jetzt werde ich schon feucht, nur mit meinen Vorstellungen! Scheiße, aber ich bin wirklich untervögelt. An meinen letzten richtigen Sex kann ich mich schon gar nicht mehr erinnern. Das sind jetzt bestimmt vier oder fünf Monate her.
*
In meine Gedanken hinein betrat Jürgen mein Zimmer. Seine Haut glänzte feucht und um die Hüften hatte er das Handtuch geschlungen. Ich sprang von meinem Bett auf und wieder standen wir uns einen Augenblick gegenüber. Seine Hände lösten das Handtuch, das auf den Boden fiel. Mein Blick ging sofort zu seinem Schwanz, der, zwar relativ groß, aber doch immer noch schlaff auf seinem Beutel lag. Ohne darüber nachzudenken, zog ich zuerst das Oberteil und dann mit leichtem Zögern, mein Höschen aus.

Ihn weiterhin anschauend sank ich zurück in mein Bett. Jürgens Blick wanderte ständig hin und her zwischen meinen Titten und meiner Muschi. Langsam kam er näher und setzte sich dann zwischen meinen Beinen fest.

Unwillkürlich öffnete ich die Beine noch etwas weiter und sah, wie sich sein Schwanz langsam erhob. Es war schon ein irrer Anblick, zu sehen, wie ohne Berührung, seine Lanze langsam wuchs. Ehrlich gesagt, ich verspürte ein Kribbeln zwischen den Beinen. Wie schon so oft, gingen meine Hände in Richtung seines Schwanzes und wollten ihn massieren. Er aber zog sich zurück.

„Halt! Wir haben gewettet, dass ich dich befriedige. Nicht du mich! Wenn du willst, leg dich einfach hin und lass mich machen.“

Ich tat ihm den Gefallen, etwas verwundert und ziemlich verwirrt, dass ein Mann auf diesen Genuss verzichten wollte. Als ich lag, kniete er sich neben mich und begann, mir meine Titten zu streicheln.

Er machte das wirklich gut und meine Nippel stellten sich sofort. Aus den Augenwinkeln schielte ich nach seinem Schwanz. Den hätte ich so gerne angefasst, aber ich traute mich plötzlich nicht. Der hatte ja gar kein schlechtes Rohr in der Hose. Hätte ich ihm gar nicht zugetraut. Hoffentlich konnte er wirklich damit halbwegs umgehen. Fast wünschte ich mir plötzlich, dass er die Wette gewinnen würde.

Jürgen beschäftigte sich angelegentlich mit meinem Busen und seine Hände waren überall. Besonders mochte ich, wenn er mit der flachen Hand über meine Nippel strich. Jedes Mal, wenn er das tat, zuckte ich zusammen und mit der Zeit vergaß ich den Grund unseres Zusammenseins. Bis jetzt machte er das nicht schlecht.

Plötzlich spürte ich, wie er an meiner Brust saugte. Hin und her sprang er mit seinem Mund. Von einer Brust zur anderen. Aber ich hatte nicht lange Gelegenheit, mich auf dieses Gefühl zu konzentrieren. Denn während er mir die Nippel saugte, gingen seine Hände auf Wanderschaft. Nach gar nicht so langer Zeit war eine Hand zwischen meinen Beinen und lag da auf meiner Muschi.

Als sie dann plötzlich anfing, meine Muschi zu erkunden, merkte ich zu meiner Überraschung, dass ich meine Beine freiwillig ziemlich breit gemacht hatte. Ich dachte aber nicht lange darüber nach. Denn das, was diese Hand da tat, gefiel mir unheimlich gut.

Zwei Finger spreizten meine geschwollenen Schamlippen und ein Finger ging auf die Suche nach meinem Kitzler. Das war eine ziemlich hinterhältige Suche. Fast so, als wüsste dieser Finger nicht so genau, wo er sein Ziel finden würde. Jedes Mal, wenn der Finger kurz vor meinem Kitzler war und ich meinte, endlich die Berührung spüren zu können, zog sich der Finger wieder zurück und begann seine Suche aufs Neue. Ich wurde fast wahnsinnig, so sehr ersehnte ich mir diese Berührung meines Lustzentrums.

Aber diese Berührung kam nicht. Im Gegenteil, der Finger wanderte jetzt mehr in die entgegengesetzte Richtung, als habe er es aufgegeben dieses Ziel zu suchen und sich ein neues Ziel gesucht, nämlich meinen Eingang. Aber auch hier schien er sich nicht richtig auszukennen. Jedes Mal, wenn der Finger den Rand meines Lochs gefunden hatte, zog er sich wieder zurück.

Ich konzentrierte mich voll und ganz auf die erwartete Berührung, ja, sehnte sie geradezu herbei, aber sie kam nicht. Scheiße! Der Finger ließ von seinen Versuchen ab und verließ meine Fotze und mit ihm auch die Finger, die eben noch meine Schamlippen auseinander gehalten hatte. Aber nicht für lange.

Plötzlich spürte ich, wie sich zwei Finger mit meinen Schamlippen beschäftigten und sie sanft in die Länge zogen. Erst die Eine und dann die Andere. Jetzt wurden beide Schamlippen zusammengedrückt und dann wieder von zwei Fingern auseinandergespreizt. Wieder fuhr mir ein dritter Finger durch die Spalte. Einmal rauf und einmal runter. Dann war der Finger weg. Nur noch die zwei Finger, die meine Schamlippen auseinander hielten, konnte ich spüren.

Plötzlich, wie aus heiterem Himmel, wurde mein Kitzler gereizt. Und wie! Ohne Suche, hatte sich die Fingerspitze kurz direkt auf meine Klit gesetzt und streichelte sie jetzt kreisförmig und mit leichtem Druck. Diese Berührung kam so plötzlich, dass ich die Luft scharf einzog und mir in einem klaren Augenblick bewusst machte, dass ich inzwischen seinen Schwanz doch in der Hand hielt und ihn kräftig wichste.

Im Moment konnte ich mir darüber aber keine Gedanken machen, da ich mit mir selbst zu beschäftigt war. Die Berührung des Fingers wurde immer intensiver und plötzlich war der Schwanz aus meiner Hand verschwunden. Ich hatte ihn bestimmt nicht losgelassen. Jetzt spürte ich etwas anderes.

Wie es Jürgen geschafft hatte, blieb mir ein Rätsel, aber er lag zwischen meinen Beinen und leckte mir die Spalte aus. Es war ein phänomenales Gefühl zu spüren, wie seine flinke Zunge große und kleine Kreise über meinem Kitzler zog, wie diese Zunge ihren Druck variierte und wie ich merkte, dass meine Geilheit immer weiter anstieg. Hatte mir Jürgen eben noch die Schamlippen mit seinen Händen weit auseinander gezogen, so ließ er sie jetzt für einen Augenblick los.

Dann spürte ich wieder die zwei Finger, die mir die Schamlippen auseinander drückten und plötzlich einen dritten Finger, der sich ohne Vorwarnung in meinen Eingang geschoben hatte. Tief drang dieser Finger in mich ein, verhielt dort einen kleinen Augenblick und begab sich wieder auf den Rückzug. Der Rhythmus der Zunge und der des Fingers glichen sich immer mehr an und plötzlich war ich mir nicht mehr der Tatsache bewusst, dass da ein Finger in mir hin und her fuhr.

Ich hatte das Gefühl, gleichzeitig gefickt und geleckt zu werden. Das blieb natürlich nicht ohne Folgen. Von meiner Spalte, vor allen Dingen aber meinem Kitzler ausgehend, spürte ich einen Orgasmus in mir aufsteigen. Im Bruchteil einer Sekunde durchfuhr mich der Gedanke, dass es Jürgen doch ganz gut konnte, dann war der Gedanke wieder weg. Ich bestand nur noch aus geleckter und gestoßener Muschi.

Dann war mein Orgasmus da. Plötzlich und irgendwie unerwartet packte er meinen Körper und schüttelte mich durch. Meine bisher beschäftigungslosen Hände hatten sich in meine Brüste gekrallt und pressten die Titten hart zusammen, während ich mir mit jeweils zwei Fingern die Nippel reizte. Ich ritt auf den Wellen eines gigantischen Orgasmus und genoss das Gefühl, in Wellen zu kommen. Nur langsam nahmen die Wellen ab und verebbten.

Ah, das tat so gut, endlich mal wieder so richtig zu kommen. Aber was heißt richtig, ich brauchte jetzt seinen Schwanz. Und egal, ob er es nun kurz oder länger konnte, ich war jetzt so richtig vorgeglüht. Alles in mir sehnte sich nach einem echten Schwanz.

Aber das Gefühl des geleckt und gestoßen werden verging nicht. Jürgen machte einfach weiter. Hatte ich beim Abebben meines Orgasmus noch die Beine zusammengepresst, öffnete ich sie jetzt wieder, weil das Gefühl so angenehm war. Jürgen leckte weiter, zog aber zu, meinem Bedauern, seinen Finger aus meinem Loch heraus.

Lange hielt das Bedauern aber nicht an, denn Jürgen arbeitete sich mit seiner Zunge ziemlich schnell nach oben, küsste meinen Bauchnabel und meine Titten und plötzlich hatte ich seinen steifen Schwanz in mir. Er hatte ihn weder angesetzt, noch mit der Hand eingeführt. Das Ding war normal lang und etwas breiter, aber füllte mich richtig gut aus.

Ganz langsam zog er sich so halb aus mir zurück und fuhr dann wieder ganz langsam so tief als möglich in mein Loch. Jetzt kniete er sich, seinen Schwanz noch immer in mir, hin und packte mich bei den Hüften. Halb kam ich auf seinen Oberschenkel zu liegen und er legte meine Beine auf seine Schultern.

Nach diesen Vorbereitungen begann er langsam mich zu vögeln. Nach und nach wurden seine Fickbewegungen schneller und schneller. Und sie wurden heftiger. Immer härter rammte er mir seinen Schwengel in mein feuchtes Loch und spielte dabei mit einer Hand an meinem Kitzler.

Ich spürte, dass erneut ein Orgasmus in mir aufstieg und dachte nicht daran, mich dagegen zu wehren. Ich fickte auch nicht mit. Zu sehr war ich mit meinen eigenen, geilen Gefühlen beschäftigt, als dass ich Lust gehabt hätte, mich am Lustgewinn zu beteiligen. Meine Hände beschäftigten sich zwar wieder mit meinen Titten, aber ansonsten ließ ich mich einfach hernehmen, ließ mich unendlich geil ficken.

Das eben noch abgeflaute Gefühl stieg wieder in mir hoch und ließ in mir die Hoffnung keimen, gleich einen weiteren Orgasmus zu erleben. Kaum hatte ich es gedacht, war er auch schon da. Wieder hielt mich dieses geile Gefühl gepackt und wieder schüttelte mich das Erleben durch und durch.

Aber Jürgen fickte wie eine gut geölte Maschine weiter. Erlebte ich das wirklich? So sicher war ich mir da nicht. Vielleicht war es nur ein irrer Traum, den ich mir wünschte zu erfüllen. Aber doch nicht mit Jürgen! Er war so … so … unscheinbar … so … durchschnittlich. Allerdings, wenn er es jetzt wirklich war, dann war das, was ich gerade erlebte einfach wahnsinnig geil.

Es war mir, als müsste ich gleich aufwachen und meinem Traum nachtrauern. Aber dieses wahnsinnige Gefühl ließ nur kurz nach, ganz verschwand es nicht. Das Kribbeln in meiner Muschi steigerte sich erneut, aber ich spürte auch, dass es diesmal nicht so einfach werden würde. Aber sollte ich mich dagegen wehren? Nein, dafür war es viel zu schön.

Ich konzentrierte mich auf mein Inneres und vergaß, dass es Jürgen war, der mich da bediente. Rein und raus, rein und raus, immer in Tempo und Stärke unterschiedlich. Und wieder kam dieses Gefühl in mir auf, aber es drohte zu verschwinden. Ich konzentrierte mich darauf und konnte es festhalten, ja steigern. Jetzt dachte ich, jetzt und schon kam es mir zum dritten Mal.

Gut, wenn auch nicht mehr so intensiv wie bei den ersten beiden Malen. Trotzdem wurde ich durch und durch geschüttelt. Als ich mich wieder beruhigte, fickte mich Jürgen immer noch, wenn auch langsamer und bedächtiger. Mit einem breiten Grinsen sah er mir ins Gesicht.

„Wenn ich dich so beobachte“, keucht er „scheint es mir, als habe ich unsre kleine Wette gewonnen.“
Immer noch nicht ganz bei mir, konnte ich nur nicken und mühsam „Ja, hast du!“ hervorstoßen.
„Gut!“ meinte er, „es war so schön, wie ich es mir erhofft habe. Aber etwas fehlt noch, darf ich jetzt abspritzen, oder willst du noch einmal kommen?“
Ich schüttelte den Kopf.
„Jetzt bist du dran!“

Als habe er darauf gewartet, steigerte er noch einmal das Tempo und die Stärke seiner Stöße, dann zuckte auch er mit dem ganzen Körper und ich erwartete, das heiße Sperma in mich spritzen zu spüren. Aber nichts geschah. Obwohl ich merkte, dass er kam, spürte ich nicht, dass sich seine Soße in mir ausbreitete. Noch ein paar Zuckungen und Jürgen legte sich keuchend auf mich. Sein Schwanz steckte immer noch groß und hart in mir und ich spürte, wie sich seine Brust hob und senkte. Erstaunlich schnell wurde er wieder ruhiger und ich merkte, wie sein Schwanz in mir kaum kleiner wurde.

Jetzt richtete sich Jürgen auf und griff sich an den Schwanz. Langsam zog er ihn zurück. Was ich jetzt sah, überraschte mich dann doch. Über seinem kaum erschlafften Schwanz hatte er ein Kondom, dessen Reservoir ziemlich prall mit weißem Saft gefüllt war. Wann, um alles in der Welt, hatte er denn den Gummi übergezogen? Ich hatte nichts bemerkt. War mir auch egal. Er hatte es benutzt und das rechnete ich ihm hoch an. Klar, nehme ich die Pille, aber heutzutage, ist es immer besser, man schützt sich.

Obwohl, für einen kurzen Augenblick war ich fast sauer, denn er schütze vermutlich mehr sich selbst, da er von mir wusste, dass ich schon öfter mal was mit anderen Typen hatte, während er nur im stillen Kämmerlein wichste.

Jürgen wälzte sich von mir herunter. Einen Moment blieb er auf seinen Ellenbogen gestützt liegen und sah mich an. Mit einer Hand rollte ich vorsichtig sein Gummi ab. Dann nahm ich ein Taschentuch vom Nachttisch und trocknete seinen verschmierten Penis ab. Erstaunlicherweise legte sein gutes Stück gleich wieder an Festigkeit zu.

Eigentlich sollte ich die gute Konjunktur ja ausnutzen. Ich glaubte zwar nicht, dass er mich jetzt noch mal hochbringen konnte, aber ein wenig noch durchs Bett gescheucht zu werden, wäre auch nicht schlecht. Es wäre einfach nur guter Sex, auch wenn ich dann nicht mehr zum Höhepunkt kam.

„Na, meinst Du, Du schaffst mich gleich noch mal?“
Mein Tonfall war schon ziemlich provokant.
„Weiß ich nicht, kann es aber gerne versuchen, wenn Du willst.“
„Na, dann mach mal!“

Jetzt bekam ich mit, wie er sich einen neuen Gummi überzog. Und ehe ich mich versah, steckte er schon wieder in mir. Hatte ich jetzt gedacht, er würde mich wie ein Blöder durch rammeln, so wurde ich enttäuscht. Still verhielt er sich in mir und ich wartete ab, was jetzt kommen würde. Aber Jürgen nahm einfach meine Brüste in je eine Hand, um dann abwechselnd an ihnen zu saugen.

Dass er immer noch in mir steckte, merkte ich nur daran, dass sein steifes Teil ab und zu leicht in mir zuckte. Oder war ich es, die zuckte? Egal, es war auf jeden Fall das einzige was ich bemerkte, dass er in mir steckte. Wie er sich so steif halten konnte, ohne sich zu bewegen, war mir ein Rätsel. Die meisten Männer würden dann ziemlich bald in der Spannung nachlassen.

Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass mir die ganze Aktion gar nichts brachte. Okay, meine Brüste wurden nett gereizt, aber mehr passierte auch nicht. Und warum stöhnte der Trottel dann dauernd?
Häh? Wie konnte er stöhnen, wenn er an meinen Brustwarzen saugte?

Scheiße, das war ja ich, die da stöhnte!
Oh, Mann, wie hatte er das geschafft, ich war plötzlich scharf wie Nachbars Lumpi. Das konnte er doch nicht nur mit meinen Brustwarzen geschafft haben, oder? Und der Kerl bewegte sich immer noch nicht in mir. Aber bei mir gingen gleich die Lichter aus! Mann o Mann, war ich plötzlich geil. Ich heulte fast vor unerfüllter Lust.

„Mach was!“, ich weinte tatsächlich wie ein kleines Mädchen, so erregt war ich, „Los, mach was! Ich vergehe gleich!“
Langsam zog er seinen Schwanz aus mir raus und das Gefühl dazu war höllisch. Er musste doch merken, dass er mir jetzt was machen musste. Was eigentlich?
„Mach was!“, schrie ich schon wieder.

Ich horchte in mich rein und wusste gar nicht, was er eigentlich machen sollte. Das Gefühl in mir war so seltsam und unbestimmt, dass ich nicht mehr wusste, bin ich jetzt erregt oder verärgert oder enttäuscht. Natürlich schrie ich schon wieder.

Dann mit einem scharfen Ruck steckte er in mir drinnen und ein unbekannter Countdown begann. Das war Lust und noch etwas Unbekanntes, was da plötzlich in mir geschah. Und er benutze eine Hand dazu.

Irgendwie hatte ich plötzlich die Zahl vier in meinem Kopf und ich wusste bei Null würde was passieren.
Jürgen vögelte mich nun mit harten, abgehackten Stößen.
Gleich würde was passieren, gleich … ich wusste es …
Da war die drei plötzlich in mir. Die Lust schlug fast über mir zusammen.

Und dann kam schon die zwei. Ich versuchte noch keuchend Luft zu holen und jetzt hörte ich auch deutlich ihn keuchen. Jürgen hatte sich jetzt fast auf mich gelegt und nagelte mich mit schnellen heftigen Bewegungen.
Eins! Jetzt kam es gleich. Aber was kam?

Und dann explodierte ich. Ich wurde wie eine Flipperkugel durch das Universum geschleudert und immer neue Explosionen durchfuhren mich. Alles schien sich auf meinen Unterleib zu konzentrieren. Oder war es der Kopf?
Und dann war alles schwarz.
*
Als ich wieder zu mir kam, sah ich wie Jürgen hart keuchend seinen Gummi von sich riss und mit zwei-drei raschen Bewegungen an seinem Ständer für seine Erleichterung sorgte. Zuckend kam sein Sperma hervorgeschossen und nässte meine Brüste ein.

Der Saubär! Hätte doch ruhig in sein Gummi spritzen können.
Aber warum war alles so kalt um mich?

Jetzt erst kam ich richtig zu mir. Alles in mir zitterte. Ich wollte was sagen, konnte es aber nicht. Ich kam mir vor als hing ich an einem Klöppel und schlug gegen eine überdimensionale Glocke, die aber gar keinen Ton erzeugte, sondern Gefühle. Irre Gefühle!

Trotzdem nahm ich wahr, wie sich Jürgen so halb auf mich legte und zärtlich küsste. Ich glaub es nicht, spritzt der Kerl einfach auf mich, und legt sich dann praktisch noch in die eigene Wichse.

Warum ist hier alles so kalt?
Nur langsam ließ mein Zittern nach und ich kam immer mehr zu mir. Was hatte ich eigentlich da gerade erlebt gehabt? War das ein Orgasmus? Aber in dieser Art kannte ich es gar nicht. War es eigentlich schön gewesen? Ich glaube schon, war mir aber gar nicht sicher. Jürgen streichelte mich leicht über meine eine freiliegende Brust. Mit der Fingerspitze verteilt er sein Sperma großzügig.

Es ist immer noch kalt!
Nein, nicht kalt, es ist nass!
Oh, Scheiße, habe ich etwa meine Blase nicht dicht halten können?
Nein, das kann es auch nicht sein, da ich nichts rieche, was nach meiner Pisse kommt. Was ist da so nass.

„Na? Bist Du wieder bei Dir, meine Süße?“
Jetzt hörte ich seine Stimme. Jürgen redete mit mir. Ich wollte antworten, aber es ging gar nicht. Ich war so platt und fertig und … zufrieden!
Zufrieden und Wunschlos glücklich!
Was hatte der Kerl mit mir gemacht?
*
Es dauerte noch mal eine ganze Weile, bis ich mich wieder bewegen konnte. Tatsächlich muss ich gespritzt haben, wie mir Jürgen gerade gesagt hatte. Denn dass er es nicht war, hatte ich ja selbst mitbekommen. Und ich dachte immer, so was ist ein Märchen, aber Frauen können wohl auch spritzen. Mit zitternden Beinen stand ich langsam auf.

Scheiße, mein Bett war sowas von versaut, da fallen die wenigen kleinen Sperma-Kleckse gar nicht auf, die von Jürgen stammten. Wahnsinn! Wie das ausschaut. Als hätte ich Pisse-Spiele veranstaltet.

Ich habe mich mittlerweile entschieden und glaube, dass es ein schönes Erlebnis war. Ein echt irres Erlebnis!
Jürgen half mir und führte mich ins Bad. Gemeinsam duschten wir und ich merkte, wie langsam die Lebensgeister bei mir Einzug hielten.

Mittlerweile wusste ich es definitiv, es war ein geiles Erlebnis. Und verrückter-weise wollte ich schon wieder. Okay, vielleicht nicht so, wie die letzte Nummer, aber so eine kleine Vögelei wäre jetzt nicht schlecht. Vielleicht kann ich ja Jürgen noch mal motivieren. Der Junge hat es echt drauf. Irre, wie der mich hatte kommen lassen.

Etwas albern streichelten und drückten wir uns unter der rieselnden Dusche. Aber immer öfter knutschten wir auch wie wild. Und tatsächlich, der Kerl bekam schon wieder einen Steifen, obwohl ich ihn nur leicht angefasst hatte. Aber diese jungen Kerle konnten echt immer. Was heißt hier jung, ich war ja auch noch jung. Okay, knapp fünfzehn Monate älter, aber das war doch nichts, oder?

Als wir uns dann gegenseitig abtrockneten, waren wir schon wieder wild am Knutschen. Sein Ständer war mittlerweile wieder komplett ausgefahren, wie meine wichsende Hand unschwer feststellte. Und auch bei mir war schon wieder alles nass, aber nicht von der Dusche, wie ich an seinen Fingern spürte, die er bei mir spielen ließ.

Uns so gegenseitig erregend, gingen wir zurück in mein Zimmer. Aber das Bett müssten wir erst mal frisch machen, da wollte ich jetzt so nicht rein. Aber abbrechen wollte ich auch nicht. Ich war schon wieder scharf, wie sonst was. Wie schaffte der das nur?

„Los! Nimm mich endlich!“, keuchte ich hoch erregt zwischen unseren Küssen.
Soll er sich doch Gedanken machen, wie er mich nehmen wollte. Jürgen sah sich etwas ratlos um. Dann hatte er einen Einfall.

„Komm!“, auch seine Stimme kam mir deutlich keuchend vor.
Sein Schwanz zuckte so schön in meiner Hand.

Jürgen setzte sich auf meinen Kleiderstuhl und zog mich gleich auf sich drauf. Wie geschmiert flutschte sein Ständer in meine Muschi rein. Keuchend begrüßte ich das herrliche Gefühl wieder so ausgefüllt zu werden. Und obwohl ich es gar nicht wollte, hopste ich auf seinem steifen Teil immer auf und ab.

Scheiße, wir hatten ja kein Gummi, fiel mir plötzlich ein. Aber passieren konnte wegen der Pille auch nichts. Und eigentlich egal, ich hatte seit Monaten keinen anderen Schwanz mehr in mir gehabt. Und von Jürgen dachte ich das gleiche, er hatte meines Wissens nach sowieso keine Freundin, denn davon hätte mir mein Bruder bestimmt erzählt. Jetzt so abbrechen, nur um ihm noch ein Gummi überzustülpen, wollte ich auch nicht. Also hopste ich weiter und spürte, wie sich bei mir wieder ein Höhepunkt aufbaute.

Und nur wenige Hopser später spürte ich, wie der Orgasmus mich regelrecht schüttelt. Eigentlich wollte ich jetzt weniger auf ihm rumhopsen, aber dann war mir klar, dass es Jürgen war, der mich jetzt so immer von unten herauf nagelte. Langsam baut sich das schöne Gefühl in mir ab. Dieser letzte Höhepunkt war noch genau das, was ich gebraucht hatte. Alles in mir war auf Zufriedenheit gestellt. Lediglich Jürgen war noch nicht gekommen.
Entschlossen stand ich auf.

Sein Schwanz war ganz verschleimt. Junge, Junge, musste ich mal wieder am Auslaufen sein, und dass, obwohl mir der Kerl nicht mal rein gespritzt hatte.

„Sorry! Aber ich kann nicht mehr!“, erklärte ich ihm.
Seine Enttäuschung war ihm deutlich ins Gesicht geschrieben.
„Und ich?“

Seine Frage war schon kurios. Natürlich würde ich ihn nicht so dasitzen lassen.
„Soll ich die Vorstellung vielleicht abblasen?“, fragte ich betont naiv.

Sein Gesicht jetzt zu beobachten war einfach nur köstlich. Dieser fest gemeißelte Wunsch, den jeder Mann jetzt hatte, und die Frage in ihm, ob er wohl wahr werden würde. Dieses hoffen und bangen in seiner Mimik war einfach nur süß. Gleich war er wie Wachs in meiner Hand.

Seit ich herausgefunden hatte, dass alle Männer auf so was standen, wusste ich auch, wie ich jeden Mann dazu bringen konnte, das zu tun, was ich wollte. Und Jürgen war da keine Ausnahme.

Betont langsam sank ich in die Knie und hockte vor ihm. Sein Schwanz zuckte in froher Erwartung auf das kommende. Aber ich würde ihn überraschen!

Ganz langsam kam ich mit meinem Mund näher an seine Eichel. Sein Gesicht zu sehen war göttlich. Diese Angst, dieses Hoffen und Bangen, ob er es wirklich erleben durfte, war einfach ein gar zu köstlicher Augenblick.

Leicht küsste ich seine Eichel, und sein Schwanz zuckte sofort aufgeregt hin und her. Langsam nahm ich meinen Kopf zurück und kam mit beiden Händen näher. Die Enttäuschung, dass ich ihn jetzt nur mit der Hand anfassen würde, war richtig sichtbar. Aber meine Hände blieben plötzlich genau über seinen Schenkeln stehen und gleichzeitig nahm ich seine Eichel mit einer Bewegung in den Mund.

Seine Augen waren groß aufgerissen und erinnerten mich für einen Augenblick an den kleinen Jungen, der den Weihnachtsmann und den Osterhasen auf einmal zu sehen glaubte. Erst einmal schmeckte ich nur meine Säfte, aber dann erkannte ich seinen Geschmack dazwischen. Etwas herb und männlich, aber nicht so unangenehm wie befürchtet. Da hatte ich schlimmeres schmecken müssen.

Nur mit meinen Lippen und der Zunge verwöhnte ich ihn. Und Jürgen keuchte fast sofort auf. Sein Schwanz zwischen meinen Lippen zuckte so heftig, dass ich gleich wusste, er würde nicht lange durchhalten. Gebannt starrte er auf meinen Mund, sah wie sein Ständer immer wieder leicht ein und aus fuhr. Wenn er nicht aufpasste, dann sabberte er gleich, fuhr es mir durch den Kopf und ich musste unwillkürlich grinsen bei dem Gedanken.

Seine Eichel hatte eine so schön angenehme ovale Form, dass es einfach Spaß machte, ihn oral zu befriedigen. Seine Eichel spuckte unterdessen immer mehr von seinen Sehnsucht ’s Tropfen aus. Der Geschmack war sogar leicht süßlich und richtig angenehm im Mund. Genüsslich saugte ich einfach an seinem Schwanz und erinnerte mich an den herrlichen Nachmittag.

Wow, hatte er mich fertig gemacht. So toll war ich schon ewig nicht mehr gekommen. Und dann diese Nummer vor der Dusche. Der absolute Hammer! Das war wirklich etwas Einmaliges, wie er mich da hatte kommen lassen. Ich musste ihn unbedingt noch fragen, wie er das gemacht hat. Und ich wusste jetzt schon, dass ich das noch mal erleben wollte.

Aber jetzt war auch Jürgen gleich soweit, sein Ständer glich jetzt eher einem Holzpfahl, so hart stand er. Und sein Stöhnen ging in ein fast angstvolles Jammern über. Als er dann seinen Hals nach hinten streckte und lustvoll aufheulte, wusste ich, dass es ihm jetzt kam. Und wirklich, in schnellem Stakkato kamen zwei-drei kurze Spritzer Sperma und brachen an meinem Gaumen.

Der Rest quoll einfach auf meine Zunge. Da er heute schon zwei Mal abgespritzt hatte, war die Menge problemlos zu bewältigen. Und wie erwartet, war der Geschmack zwar etwas herb, aber nicht unangenehm und einfach nur männlich. Und sein Erguss war ziemlich dünnflüssig, aber nicht schlecht. Ohne mir weitere Gedanken zu machen, schluckte ich seinen Segen genüsslich runter.

Der Junge würde mir ab jetzt aus der Hand fressen, dessen war ich mir sicher.
Jürgen kam langsam wieder zu sich.

„Wow!“, keuchte er heftig nach Atem schöpfend, “ … und da wollte ich Dir zeigen, wie ich Dich erregen kann. Das war … einfach … göttlich!“

Befriedigt kicherte ich.
„Ich hoffe, du bereust unsere kleine Wette nicht!“
Die Frage von ihm war einfach eine Frechheit, denn ich war so was von befriedigt, wie schon seit Ewigkeiten nicht mehr. Eigentlich war nach dem Sex ja vor dem Sex, aber im Moment war mein Bedarf tatsächlich gedeckt.

„Keinesfalls, ich wusste nicht, dass du wirklich so gut bist. Und weil wir gerade dabei sind: Ich erkläre, dass ich die Wette verloren habe. Wann soll ich sie einlösen?“
*
Noch am selben Abend sind wir ins Kino und Pizza essen gegangen und unser Abend endete vollkommen logisch in meinem Bett. Ich war zwar immer noch total befriedigt, aber als kleine Anerkennung für den schönen Nachmittag hatte ich ihn noch mal geblasen. Und anschließend hatte der Kerl tatsächlich richtig gekuschelt und ist nicht gleich eingeschlafen.

Scheiße, ich glaube, ich hatte mich verliebt!
Und dies nicht nur an diesem Abend, sondern noch viele Male später, bis auf den heutigen Tag. Dieser Mann ist einfach ein Phänomen!

Ende…

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