Im Schlafzimmer, vor dem Kamin und der Anruf einer Mutter

Als wir das Schlafzimmer betraten glotzte Till auf die gerahmten Bilder, eine Kollektion von unglaublich scharfen, heißen Werbeplakaten von pornografischen Videofilmen, die die Schlafzimmerwand dekorierten. Er sah sie eine Weile schweigend an, studierte sie regelrecht. Ich sah sein Bild im Wandspiegel. Der Junge sah aus wie ein Kritiker in einer Kunstgalerie gemischt mit einem Schuljungen, der eifrig für eine Klassenarbeit lernt. Ich stand vor dem Spiegel, spannten meine Muskeln an, checkte aus verschiedenen Winkeln, wie mein Body aussah. Ich wollte für Till unwiderstehlich aussehen.

Ich beschloss, so lange nackt zu bleiben wie möglich, dem Jungen meine Muskulatur und meinen Schwanz zu zeigen. Ich wollte bis zur letzten Minute warten, wenn Till sich anzog und diese alten, verwaschenen Sweatpants anziehen, die ich früher am Abend getragen hatte.

Endlich, vor dem letzten Poster hörte ich von dem Jungen einen Kommentar.
„Verdammt, ihr schwulen Kerle habt echt geile Sachen an den Wänden.“
Ich zuckte die Achseln.
„Was soll ich dazu sagen? Ich mag erotische Bilder, die mich sexuell ansprechen. Irgendwas mit heißen Kerlen, von denen ich eine Latte kriege. Das ist für mich Kunst.“
„Ja, und dann die coolen Fliesen im Basezimmer. Ich wünschte, ich könnte solche Bilder in meinem Zimmer aufhängen, aber meine Mum würde in Ohnmacht fallen. Ich habe mir auch schon Bilder von diesen Muskeljungs im Web angesehen, echt cooler Shit. Motivierender Stoff für Kerle, die sich trainieren. Ich meine, nichts Schwules. Nur eben was für Leute, die Muskeln mögen.“

Seine Wangen hatten sich gerötet. Wie sexy sah er jetzt aus! Sein junger Körper schien vor Energie zu pulsieren.
„Scheiße, diese Kerle auf den Postern sind so toll gebaut. Und wenn wir über schöne Schwänze reden, verdammt, die sind total gut ausgestattet. Von dem Shit kriegt selbst eine Hetero eine Latte.“
Ich stand nur da, trunken von der Schönheit des Jungen. Till stand da, starrte nackt auf die Muskelporno-Poster. Mit seinen rasierten Schamhaaren und Genitalien sah sein Körper glatt aus, wahnsinnig lockend und anziehend, gekrönt von diesem schönen Teenager-Schwanz.

Tills Vorhaut bedeckte fast zur Gänze die schön geformte Eichel, die durch die dünne Hautdecke zu scheinen schien. Der Anblick ließ mir das Wasser im Munde zusammenlaufen. Dazu die sanfte Kurve nach unten, die sein Schaft hatte. Ich musste mich selbst hart am Riemen reißen, nicht vor ihm auf die Knie zu gehen und jeden Zentimeter davon in den Mund zu saugen. Tills Begeisterung über die Poster und natürlich sein nackter Körper verursachten eine beginnende Härte, die sich in meinem Schaft ausbreitete. Ich konnte nicht anders, als zu versuchen, die Nacht in die Richtung zu manövrieren, die mir vorschwebte.

„Wenn du die heiß findest, können wir später noch einige Videos anschauen, wenn du willst. Besonders der Junge auf dem letzten Poster ist echt aufregend. Der macht mir jedes Mal Lust, mir einen runter zu holen.
„Okay! Das ist total cool, so was an den Wänden zu haben. Und du bist genauso sexy, Randolf.“
Ich sah ihn noch einmal an, bevor wir uns anzogen. Absolut anziehend und großartig, der Junge. Sein Schwanz war fast schmerzhaft perfekt, glatt, hellrosa, fast erwachsen in der Größe, und die Eichel lugte nun ein wenig aus der angespannten Vorhaut. Im Gegensatz zu dem, was Till und ich zu den Bildern gesagt hatten, waren sie natürlich unzweifelhaft homoerotisch. Wenn die Poster nicht schwul waren, was dann? Nur zu deutlich zeigten sie die Sexualität von jungen, muskulösen Männern.

„Randolf, du bist echt so nett zu mir gewesen. Ich bin wirklich…ich meine, danke, Mann!“
Nun ließ ich mich hinreißen, ihn in die Arme zu nehmen. Der Nervenkitzel, als sich unsere Schwänze dabei berührten, war die größte Lust, die ich an diesem Abend empfunden hatte.
Wie aus einem Traum erwacht befreit sich Till plötzlich aus meinen Armen, und ich suche stammelnd nach Worten.
„Okay, Junge. Lass‘ und was anziehen und was essen.“

Ich zog die Sweatpants an, wie vorher auch, nichts darunter. Mein Oberkörper blieb frei. Mir blieb die Spucke weg, als ich sah, wie Till sich nur den knappen, engen Slip anzog, den ich ihm geschenkt hatte, sonst nichts. Ein Ruck ging durch meinen Penis, und er wurde nun als sanfte Kurve unter dem dünnen Baumwolltrikot meiner Sweatpants sichtbar. Noch ein kurzer Check im Spiegel. Wir beide waren korrekt gekleidet für das, was ich plante. Wenn der Junge neugierig auf schwule Pornos war, so hatten wir beide schnellen Zugriff auf unsere Männlichkeit, wenn wir Lust bekamen, uns zu wichsen.

„Till, bevor wir anfangen, solltest du deine Leute anrufen, damit sie beruhigt sind.“
„Mein Handy ist in meinem Hoodie. Es ist ausgeschaltet. Ich wollte nichts von meinem Alten hören.“
„Dann nimm einfach meins. Es liegt da auf meinem Nachttisch. So haben deine Leute auch gleich meine Nummer, falls sie zurückrufen wollen.“

Till nahm mein Phone und startete einen Anruf. Ich genoss den Anblick seines schlanken, jungen, schön bemuskelten Körpers, die Länge seiner Rute, die sich wunderbar durch den Slip abmalte.
Er erreichte wohl niemand, tippte eine SMS, die sowohl meinen Namen als auch die Gründe darstellte, warum er sich bei mir aufhielt. Nun konnten seine Eltern zurückrufen, wenn sie wollten.
„Gut, dass du das gemacht hast. Nun lass‘ uns zum Kamin gehen. Da können wir uns vor dem Feuer hinlegen und was Kakao trinken, vielleicht auch etwas rauchen, du weißt schon, was. Danach gibt es was zu essen.“
Till strahlte. Er hatte sich von der Anstrengung und der Kälte erholt.

Im Wohnzimmer legte ich einige Scheite nach, dann streckten wir uns auf dem Lager vor dem Feuer aus, tranken Kakao und reichten einen der von mir vorbereiteten Joints hin und her. Ich klappte mein Notebook auf, suchte mir ein Video auf, das einen coolen, bemuskelten Twen zeiget, der allerhand geile Dinge mit einem Teeny anstellte, ein Clip, der mich regelmäßig steif machte. ich konnte darauf spritzen, wie ein Weltmeister. Dieses streamte ich auf den großen Flatscreen, der an der Wand hing.

Ich nahm noch einen tiefen Zug und spürte jetzt die Wirkung. Tills Augen waren jetzt groß und glänzten.
„So ein Video motiviert mich, weiter zu trainieren“, erklärte ich ihm. „Ich denke mal, das ist auch für dich eine Inspiration…ich meine, wenn du auf Muskeln stehst… Du bist hetero oder so, und es spricht dich vielleicht nicht so an, wie mich. Aber eine Menge Jungs in deinem Alter, die scharfe Bodies mögen, schauen sich solchen Shit an. Und was soll’s, wenn man sich dazu einen von der Palme lockt.“

„Ja, das ist total okay, Randolf. Was soll’s den auch, richtig? Ich meine, Scheiße, ja, Muskeln sind korrekt. Ich wollte, ich wäre schon weiter damit. Irgendwann will ich wie du aussehen, Randolf. Und wenn der Shit mich dazu motivieren kann, verdammt, dann versuche ich es.“

Nun begann die Wirkliche Aktion auf dem Schirm, küssen und streicheln, dann zogen sie sich gegenseitig die Hemden aus, dann die Jeans, die die sexy Darsteller trugen. Dann verwöhnte der Ältere mit riesigem, dreiviertelsteifem Rohr den gut gebauten Schwanz des Jüngeren mit dem Mund. Ich bemerkte, dass Tills Augen wie hypnotisiert auf den Bildschirm gerichtet waren. Sie konnten sich nicht davon lösen, als ich ihm den Joint reichte.
„Ich gehe mal kurz in die Küche. Die Pizza dürfte fertig sein.“
„Ja, Klasse“, sagte Till und seine Augen glühten immer noch auf dem Flachbildschirm.

Ich kam mit zwei Tellern zurück und hatte die Pizzen in mundgerechte Stücke geschnitten.
„Wir können gleich noch einen rauchen, Till. Jetzt erst mal essen. Wenn du das Video nicht magst, kannst du ruhig ausschalten oder ein anderes aussuchen. Etwas Pot dazu, das entspannt schmerzende Muskeln nach dem Schneeschieben. Und na klar, es macht auch diese Pornos heißer.“
„Ja, gut“, murmelte Till geistesabwesend und sah zu, wie der junge Mann im Video sich abmüht, die massive, speicheltropfende Keule des Älteren in sich aufzunehmen. Er sah auch nicht, wie ich einen guten Schuss Rum in seinen Kakao schüttete.

Wir aßen, dann räkelte sich Till wieder in den Kissen und Fellen. Seine Rute stach absolut steif durch seinen Minislip, er atmete etwas heftiger und eine feine Röte hatte seinen kompletten nackten Oberkörper überzogen. Auf dem Bildschirm wurde laut gestöhnt und hart gefickt. Nun konnte der Junge nicht mehr länger, schob seinen Slip nach unten, enthüllte einen absolut steifen Penis, der vorn schon feucht war. Er packte ihn, wichste sich dann fieberhaft zu der schwulen Szene im Video.
Hingerissen sah ich ihm zu, wie er sich mit schnellen Bewegungen aus dem Handgelenk wichste, dazu gelegentlich in seine steif gewordenen Nippel kniff, dabei leise stöhnte. Nach kurzer Zeit geriet er in einen schnelleren Takt. Der Zeigefinger von Tills nicht beschäftigten Hand wanderte über seine Brust, dann um seinen Sack nach unten, bevor er schließlich sein Loch massierte. Verdammt, wurde mein Schwanz jetzt hart!

Mein erster Gedanke war, ihm den Slip endgültig vom Körper zu zerren, ihn dann zu packen und die Szene auf dem Bildschirm mit ihm nachzuspielen. Aber, noch hatte ich mich in der Gewalt. Auf kleinen Fall wollte ich etwas mit dem Jungen machen, dass ihn erschrecken würde und mich in Schwierigkeiten bringen konnte. Aber den Jungen schien das Ficken im Porno wirklich zu erregen. Ich brachte das Geschirr in die Küche, spülte dort sogar ab. Der Junge sollte Zeit haben, entweder abzuspritzen oder seinen Schwanz wieder einzupacken.

Nach etwa zehn Minuten ging ich wieder ins Wohnzimmer. Das Video war zu Ende.
„Was denkst du über das Video, Till? Erzähl‘ mir nicht, dass es keine Wirkung auf dich hatte.“
„Nein…ich meine ja! Will sagen, es war cool. Ich war noch nie so…ich meine mit einem anderen Kerl, aber ich denke, es war heiß für beide. Ich meine ganz sicher war es geil, echt jetzt!“
„Ja klar, wenigstens hast du darauf gewichst. Hast du was dagegen, wenn ich ein anderes abspiele und noch einen Joint rauche? Und du wirst einfach ruhig und kümmerst dich nicht um mich.“

Till streckt sich aus, aber beobachtet mich aus den Augenwinkeln. Das war gut, dachte ich. Ich suchte einen neuen Twen-Teen-Clip aus. Es war derselbe Twen, der muskelbepackte mit der echt dicken Keule, aber diesmal hatte er zwei Jungs bei sich, die ebenso heiß aussahen, wie der Junge im ersten Video. Ich sah diese Videos sehr gerne, und regelmäßig machten sie mich steif.

Ich nahm einen tiefen Zug, drehte mich ein wenig, schob dann meine Sweatpants ein wenig nach unten, und begann mir zu dem Porno ganz beiläufig einen runter zu holen. Mit schwanz-erigierender Befriedigung sah ich, dass Tills Augen glühend den Handlungen des Videos folgten, und ab und zu ein Seitenblick auf meine sich immer schneller bewegende Hand fiel. Plötzlich unterbrach das Klingeln meines Phones die heiße Aktion. Shit!

Ich musste das Gespräch annehmen. Es könnten die Eltern von Till sein.
„Hallo, Randolf Schweer hier.“
„Herr Schweer, hier ist Marianne Kleinmann. Ist mein Sohn Till da?“
Ihre Stimme klang nervös und besorgt.
„Ja, ist er, Frau Kleinmanns. Es geht ihm gut. Wir haben gerade gegessen. Möchten sie mit ihm sprechen?“
„Oh, ja. Ich bin krank vor Sorge. Wir waren beide unterwegs mit unserem wagen, um ihn zu suchen. Ein Glück, dass wir nach Hause gekommen sind und Tills Nachricht vorgefunden haben. Bitte, geben Sie ihn mir.“

Till rollte mit den Augen, während er das Handy von mir gereicht bekam. Er begann mit seiner Mutter zu sprechen und beruhigte sie. Ich sah ihn dabei an ihn dabei an, hörte erfreut, dass er die Nacht bei mir bleiben wollte. Als er mir bei diesen Worten zulächelte, bewunderte ich sein schönes, gefühlvolles Gesicht, umrahmt von der blonden, schulterlangen Mähne. Mein Penis erigierte, wurde durch den dünnen Baumwollstoff deutlich sichtbar. Ich streichelte sie beim Anblick des Jungen, der nun erregender für mich war, wie der Pornofilm auf dem Bildschirm.

„Meine Mutter möchte noch mal mit dir sprechen, Randolf. Wenn du das willst…“
„Ja sicher.“
Ich nahm ihm mein Phone aus der Hand. Der Junge sah mich an in einer Mischung aus Wollust und scheuer Heldenverehrung.
„Ja, Frau Kleinmanns?“
„Bitte sag Marianne zu mir, Randolf. Kann Till zuhören?“
„Ja, Marianne.“
„Können wir für eine Minute sprechen, ohne, dass er zuhört? Unter irgendeinem Vorwand? Ich möchte frei zu dir sprechen können, ohne dass er es mitbekommt.“

Ich schaltete das Handy auf stumm.
„Till, deine Mutter möchte was mit mir bereden. Ich geh‘ in die Küche, damit du hier ungestört das Video schauen kannst. Dauert nur einen Moment.“
Till nickte. In der Küche nahm ich das Gespräch wieder auf.
„Okay, Marianne. Wir sind ungestört.“
„Randolf, hat dir Till erzählt, was heute bei uns vorgefallen ist? Wie du ihn draußen gefunden hast, wahrscheinlich hab erfroren. Ich danke Gott dass du da warst und ihn zu dir ins Warme genommen hast. Aber hat er dir erzählt, was passiert war?“
„Ja, hat er. Sein Vater hat ihm beim Rauchen in seinem Zimmer erwischt und ihn rausgeworfen.“

Eine lange Pause, dann hörte ich wieder Mariannes Stimme.
„Das hat er dir erzählt?“
„Ja, aber dein Ehemann scheint etwas streng zu sein, wenn du mich fragst.“
„Randolf, ich will offen zu dir sprechen. Hoffentlich ist dir das recht.“
„Ja, sicher.“
„Bist du schwul, Randolf? Die Nachbarn sagen es jedenfalls. Ich habe auch schon zufällig gesehen, wie du einen jungen Mann verabschiedet hast. Auch, wie du dich in deinem Vorgarten gesonnt hast. Du siehst echt gut aus.“
„Ja, ich bin wirklich schwul.“
„Das ist in Ordnung. Randolf, mein Sohn ist auch schwul, da bin ich mir ganz sicher.“

Mir blieb die Spucke weg. Nur nach einigen Sekunden wurde mir klar, dass ich nichts geantwortet hatte.
„Till schwul? Warum denkst du das, Marianne?“
„Ich vermute das schon ein paar Jahre. Er hat noch nie ein Mädchen getroffen. Dann sein Aussehen, seine Besessenheit, wenn es um seinen Körper geht. Eine Mutter fühlt das, und ich habe auch bemerkt, wohin er schaut, wenn wir zusammen im Auto fahren. Ich habe mir den Verlauf seines Browsers angeschaut. Du kannst dir denken, was ich gefunden habe. Es scheint so, als ob mein Junge dauernd versucht hätte, sein schwules Leben zu finden, wenn das im Internet irgendeinen Sinn macht.“

Ich war wie vor den Kopf geschlagen und sprachlos.
„Natürlich habe ich Till nichts gesagt, um ihn nicht zu beschämen. Ich habe nur versucht ihm klar zu machen, dass ich immer für ihn da sein würde. Aber klar, Jungs sind schüchtern, wenn es sich um diese Themen dreht. Jedenfalls war ich offen dafür, dass Till versuchte, seine schwule Identität zu entdecken.“
Nur langsam gewann ich wieder meine Fassung.
„Das ist gut zu hören, Marianne. Du bist eine tolle Frau und Mutter.“
Das konnte ich sagen, nicht aber, was ich für ihren Sohn fühlte und was mir für diese Nacht im Kopf herumschwirrte. Ich schlug mir gewaltsam aus dem Kopf, diesen verlockenden Penis heute Nacht zu blasen und seinen Samen zu schmecken.

„Was hier wirklich passiert ist, als mein Mann ohne zu klopfen in Tills Zimmer gegangen ist: Sein Zimmer war voll mit Haschischrauch. Mein Junge saß an seinem Laptop, sah sich einen schwulen Porno an, hatte dabei seine Hand an seinem erigierten Glied und masturbierte. Das war ein Schock für meinen Mann – mein Fehler. Auf jeden Fall wurde er wütend. Aber jetzt haben wir uns unterhalten. So eine Szene wird es nie wieder geben.“

Ich dachte über den Verlauf des Abends nach. Wie viel Mühe hatte ich mir gegeben, Till zu verführen. Ich hatte sein Verhalten falsch interpretiert. Es war nicht das eines heterosexuellen Jungen, sondern sein schüchternder Versuch, Annäherungsversuche zu machen. Nun sprach Marianne wieder und ich hörte die Tränen in ihrer Stimme.
„Randolf, das war schrecklich. Mein Mann hat sich schuldig gefühlt, als wir unseren Jungen dann mit dem Auto gesucht haben. Vorher hatte ich alle seine Freunde angerufen. Till war spurlos verschwunden. Und das in diesem Wetter nur mit dünner Kleidung. Er hätte sich den Tod holen können.“
„Marianne, beruhige dich. Es geht ihm gut. Er ist gesund und sicher hier.“
„Randolf, was bist du für ein wundervoller Mann. Ich habe gehört, du studierst und hast einen Internetshop. Wenn man deinen Wagen sieht, muss es dir nicht schlecht gehen. Till ist ein guter Junge. Ich bin beruhigt, dass er bei dir ist.“
„Kein Problem. Ich habe Till gern hier.“

Einige Sekunde war Pause, aber dann sprach Marianne wieder.
„Randolf, du hast so viel für Till getan. Ich frage mich, ob ich dich noch um einen Gefallen bitten kann.“
„Klar, Marianne, alles, was du willst. Frag‘ nur.“
„Ich kann verstehen, wenn du es ablehnst und Hand aufs Herz, ich weiß gar nicht, wie ich anfangen soll.“
„Sag’s frei heraus.“
Wieder einige Sekunden Pause.
„Kann Till wirklich nicht zuhören?“
„Nein. Ehrlich.“
„Randolf, das ist eine merkwürdige Frage, und ich wünschte, ich könnte es eleganter sagen. Wie viel Erfahrung hast du als schwuler Mann? Sexuelle Erfahrung meine ich natürlich.“

Ich lachte.
„Hmm…ich will mal sagen, ich bin ein ziemlich aktiver schwuler Mann.“
Wieder lachte ich, aber Marianne war es verdammt ernst.
„Das ist gut. Gut zu wissen. Aber das ist so schwierig zu fragen. Vielleicht war das Fügung, dass du Till getroffen hast, Randolf. Vielleicht hast du ihn nicht nur vor der Kälte gerettet.“
Jetzt hörte ich ihr leises Schluchzen.
„Er könnte tot sein.“
Wieder eine Pause.

„Aber Randolf, könnte es sein, dass ihr heute Nacht aus einem anderen Grund zusammen seid?“
„Ich verstehe dich nicht, Marianne.“
„Randolf. Till ist schwul, und ich möchte, dass er zu einem starken, stolzen, gesunden schwulen Mann heranwächst. Ich frage mich, wie das geschehen soll. Wie wird sein erster Sex sein? Ich will nicht, dass er fremde Männer online sucht und in Schwierigkeiten kommt. Mir wird schlecht, wenn ich denke, dass ein schmieriger Kerl sein erster Mann würde. Du bist ein gut aussehender Mann, wohnst in der Nachbarschaft, offensichtlich freundlich und stehst mit beiden Beinen im Leben. Ich bin ganz sicher, dass Till dich anziehend findet. Dazu bist du auch noch erfahren. Ich will, dass Till stark und positiv aufwächst, sich wohl in seiner Haut fühlt und sein Schwulsein annimmt. Verstehst du?“

Mein Herz begann schneller zu schlagen. Erst allmählich realisierte ich, was Tills Mutter gesagt hatte. Sie hatte mich gefragt, ja geradezu beauftragt, mich um ihren Sohn zu kümmern.
„Ich denke, ich weiß, was du sagen willst, Marianne. Du möchtest, dass ich Till unter meine Fittiche nehme, ihm beibringe, wie man schwul ist, und wie man schwulen Sex hat.“
Nun wurde ihre Stimme aufgeregt.
„Genau, Randolf. Bring‘ ihm das bei! Sei sein erster Mann. Ich weiß, du wärst der ideale Mann dafür. Till könnte keinen Besseren für sein erstes Mal finden, das fühle ich als seine Mutter einfach.“
„Danke, Marianne.“
„Was meinst du? Fühlt sich Till von dir angezogen? Mag er dich? Hast du das Gefühl?“

Am liebsten hätte ich jetzt mein Handy in die Ecke geschmissen und hätte meinen jungen, wunderbaren, zukünftigen Lover umarmt.
„Er scheint mich nicht unattraktiv zu finden.“
„Und findest du meinen Sohn…attraktiv?“
Ich holte tief Atem, dann wusste ich erst, wie ich es in Worte fassen konnte.
„Marianne, Till ist ein schöner, wunderbarer Junge. Wie sollte man ihn nicht mögen?“
„Ja, das ist er. Ich bin so froh darüber, dass du so empfindest. Was meinst du, hast du Erfahrung mit so einem Jungen wie Till? Dein erstes Mal?“
„Marianne, ich verspreche dir, ich tue mein Bestes. Ich bin liebe- und rücksichtsvoll mit deinem Sohn. Ich werde ihm zeigen, wie schön Sex unter Männern ist, wenn er das will.“

Das Gefühl in mir, die beginnende Liebe zu Till überwältigte mich jetzt. Meine Hände zitterten, mein Herz klopfte wie wild. Ich wusste, dass meine Stimme nun zitterte.
„Ich werde Tills erstes Mal wundervoll machen, versichere ich dir. Er wird von mir alles lernen. Ich habe ihn jetzt schon lieb.“
„Perfekt. Dann gute Nacht, David. Ich weiß, ihr habt eine schöne Zeit zusammen. Nun los, beginne mit meinem Auftrag!“

Beide lachten wir und beendeten das doch länger gewordene Gespräch. Lächelnd ging ich in Richtung Wohnzimmer. Diese Nacht würde ich Till viel beibringen, wenn er das wollte.

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